Vitamin bzw. Nährstoffmangel als Ursache von Haarausfall

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Eine Häufige Ursache von diffusem Haarausfall ist der Mangel an Vitaminen und Nährstoffen. Sind diese nicht ausreichend im Körper vorhanden, kann der Körper diese an der Haarwurzel abbauen, um diese an anderen wichtigen Stellen einzusetzen. Hierdurch werden die Haare nicht mehr ausreichend versorgt und können ausfallen. Einen Nährstoffmangel erkennt man häufig an brüchigem Haar, schlechter Haut oder an den Fingernägeln.

Ein Mangel an Vitaminen kann durch eine ausgewogene Ernährung verhindert werden. Jedoch können zum Beispiel Menschen, welche unter einer chronischen Darmerkrankung leiden trotz einer ausgewogenen Ernährung meist nicht genügend Nährstoffe aufnehmen, da die Mikrostoffe aus der Ernährung nur schlecht ins Blut gelangen.

Wir zeigen dir in diesem Artikel, welche Nährstoffe helfen können und was du tun kannst, wenn du über die Nahrung nicht genügend Nährstoffe aufnehmen kannst.

 

 

Inhalte

 

Biotin

Biotin findet man in fast jedem Nahrungsergänzungsmittel, welches zur Erhaltung gesunder Haare angeboten wird. Biotin ist auch bekannt als Vitamin B7 oder Vitamin H. Da der Körper Biotin nicht selbst herstell kann, ist er auf die Zufuhr aus der Nahrung angewiesen. Zu finden ist es vor allem in Trockenhefe, Rinderleber, Eigelb, Soja und Haferflocken. Aber auch viele weitere Produkte haben einen hohen Biotin-Anteil. Bei einem Mangel kommt es zu Haarausfall, Entzündungen der Haut und Zunge, Blutarmut, Depressionen, Müdigkeit – bis hin zu Ohnmacht. Eine Überdosis ist bisher nicht bekannt. Es gibt diverse Studien die den positiven Effekt auf den Haarwuchs bestätigen. Laut der EFSA (European Food Safety Authority) trägt Biotin zur Erhaltung normaler Haare bei, was sich auch durch ein normales Haarwachstum auszeichnet.

Besonders betroffen von einem Biotin Mangel, sind Schwangere, Senioren, Sportler, gestresste, Raucher und Personen mit einer ungesunden Lebensweise.

 

Zink

Bei Zink handelt es sich um ein Spurenelement, welches vom Körper nicht selbst gebildet werden kann. Daher muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Man findet Zink vor allem in Fleisch, weshalb meist Veganer und Vegetarier unter einem Zinkmangel leiden. Laut der EFSA trägt Zink zur Erhaltung normaler Haare bei. Es ist an der Bildung von Kreatin beteiligt, welches der Hauptbestandteil von Haaren, Nägeln und Kollagenen ist.

Man sollte bei Zink jedoch aufpassen, dass es zu keiner Überdosierung kommt. Anzeichen hierfür sind unter anderem Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Zudem wird bei einer Überdosierung die Aufnahme von Kalzium, Kupfer, Eisen und Mangan vermindert. Es gibt viele verschiedene Darreichungsformen von Zink, welche unterschiedliche Bioverfügbarkeiten haben und dadurch unterschiedlich gut vom Körper aufgenommen werden. Vor allem günstige Zink Präparate besitzen meist eine Darreichungsform mit einer geringen Bioverfügbarkeit, was bedeutet, dass nur wenig Zink vom Körper verarbeitet werden kann. Daher ist es oft ratsam darauf zu achten, welche Form im Produkt vorkommt und meist lohnt es sich etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Die Präparate sollten Zinkgluconat, Zinkhistidin, oder Zinkchelat beinhalten.

 

Selen

Auch Selen trägt laut der EFSA zur Erhaltung normaler Haare bei. Bei Selen handelt es sich um ein lebenswichtiges Spurenelement. Aufgrund ausgedehnter Übersäuerung der Böden, ist der Selenmangel weit verbreitet. Denn die immer häufigeren starken Regenfälle schwemmen zusätzlich Selen aus dem Boden.

Man findet Selen vor allem in Fisch, Paranüssen und Sojabohnen. Aber Vorsicht! Bei einer Regelmäßigen Zufuhr ab 300 bis 800 Mikrogramm pro Tag kann eine toxische Wirkung erzeugt werden. Übertreiben Sie daher die Einnahme nicht!

 

 

Hirse

Immer öfter hört man von Betroffenen, die unter Haarausfall leiden, dass ihnen Hirseextrakt hilft. In Hirse stecken eine Menge an gesunder Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel Kieselsäure, Natrium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Eisen und Zink. Vor allem die Kieselsäure soll für einen verbesserten Haarwuchs verantwortlich sein. Die Wirksamkeit von Hirsesamenextrakt in Kombination mit Cystein und Pantothensäuer wurde ebenfalls in der sog. Priorin®-Studie nachgewiesen.

 

L-Cystein

Wie bereits erwähnt, wurde in der sogenannten Priorin®-Studie nachgewiesen, dass die Kombination aus Hirsesamenextrakt, Cystein und Pantothensäure den Haarwuchs signifikant verbessern kann. Die Verbesserung konnte bereits nach 4 Monaten festgestellt werden. Bei Cystein handelt es sich um eine Aminosäure, welche zudem ein Baustein des Haarkeratins ist.

 

OPC / Traubenkernextrakt

Bei OPC handelt es sich um ein starkes Antioxidans. 1998 wurde in japanischen Studien nachgewiesen, dass OPC die Zellvermehrung der Haarfollikel beschleunigen kann. Bei einem Test mit Mäusen hat OPC zu einer Steigerung der Wachstumsaktivität der Haarfollikel-Zell von 230% gesorgt. Durch OPC wird die Blutzufuhr der Kopfhaut erhöht, wodurch die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Haarfollikel verstärkt wird.

 

HaarvitamineNahrungsergänzungsmittel

Wie bereits in der Einleitung geschrieben, kannst du all diese Nährstoffe über eine ausgewogene Ernährung zu dir nehmen. Falls dies nicht möglich ist, gibt es die Möglichkeit, diese Nährstoffe über Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen. Ein Produkt, welches die oben genannten Zutaten besitzt, ist NaroVital Hair-Power (Werbung). In einer Dose NaroVital Hair-Power befinden sich 60 hochkonzentrierte Kapseln. Das Produkt ist vegan, sowie Zucker- und Glutenfrei. Es wird in Deutschland produziert, wodurch die Reinheit garantiert ist. Außerdem bietet NaroVital eine 30 tägige Zufriedenheitsgarantie.

Mehr dazu findest du hier: https://narovital.com/produkt/haarvitamine/

 

Was ist diffuser Haarausfall?

Der diffuse Haarausfall ist die am häufigsten verbreitete Art des Haarausfalls und entsteht meist du einen Mangel an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen. Vor allem Frauen sind immer häufiger vom diffusen Haarausfall betroffen. Bei dieser Art des Haarverlustes werden die Haare in der Gesamtheit lichter. Der Ausfall der Haare besteht nicht nur an bestimmten Stellen wie zum Beispiel am Hinterkopf oder den Geheimratsecken.

Bei Frauen ist der leidensdruck durch Haarausfall am größten. Zwar leiden auch Männer unter dem Haarverlust, jedoch kommen diese damit besser klar.

Vor allem aber auch Jugendliche leiden immer mehr an diffusem Haarausfall, was an der zunehmend schlechten Ernährung liegt. Oft sind aber auch die industriell verarbeiteten Lebensmittel daran Schuld, da hierdurch viele Nährstoffe verloren gehen, welche für den Haarwuchs benötigt werden.

 

Nährstoffvorkommen

Wir haben für dich die größten Nährstofflieferanten von Biotin, Zink und Selen in einer Tabelle aufgelistet. Anhand dieser Tabelle kannst du dir einen persönlichen Ernährungsplan zusammenstellen. Du findest neben Fleisch auch vegane Nährstofflieferanten.

 

Lebensmittel mit hohem Biotingehalt

Obst

Biotin pro 100 g

Bananen

5 µg

Erdbeeren

3 µg

Aprikosen

1 µg

Grapefruit

0,7 µg

Kirschen

0,4 µg

Birnen

0,1 µg

 

Gemüse

Biotin pro 100 g

Tomaten

3 µg

Erbsen

2,1 µg

Spinat

2 µg

Blumenkohl

1 µg

Spargel

0,7 µg

Kartoffeln

0,2 µg

 

Nüsse

Biotin pro 100 g

Erdnüsse

34 µg

Walnüsse

20 µg

Mandeln

10 µg

 

Milchprodukte

Biotin pro 100 g

Brie

5 µg

Vollmilch

3,5 µg

Gouda

2,6 µg

 

Fleisch

Biotin pro 100 g

Rinderleber

100 µg

Schweineleber

30 µg

Schweinefleisch

3,3 µg

Rindfleisch

1,9 µg

 

Fisch

Biotin pro 100 g

Hering

9 µg

Forelle

7,7 µg

Rotbarsch

4,8 µg

Kabeljau

2,7 µg

 

Getreide

Biotin pro 100 g

Haferflocken

20 µg

Roggenmehl Type 1740

4 µg

Reis, ungeschält

3 µg

Reis, geschält

1 µg

Weizenmehl Type 405

1 µg

 

 

Lebensmittel mit einem hohen Zinkgehalt

Fleisch

Zink pro 100 g

Rinderleber

4,8 mg

Rinder-Filet

4,4 mg

Schweineleber

6,5 mg

 

Milchprodukte

Zink pro 100 g

Kuh-Trinkmilch

0,4 mg

Sahne

0,26 mg

Emmentaler

4,6 mg

Gouda

3,9 mg

 

Fisch

Zink pro 100 g

Hering

0,58 mg

Makrele

0,51 mg

Seelachs

0,43 mg

 

Hülsenfrüchte

Zink pro 100 g

Sojamehl

4,9 mg

Sojabohnen

4,2 mg

Linsen

3,4 mg

Erbsen

3,3 mg

Bohnen

2,5 mg

 

Nüsse und Samen

Zink pro 100 g

Mohnsamen

8,1 mg

Kürbiskerne

7 mg

Leinsamen

5,5 mg

Erdnusskerne

2,8 mg

Walnusskerne

2,7 mg

 

Gemüse

Zink pro 100 g

Meerrettich

1,4 mg

Okra

1,3 mg

Avocado

0,62 mg

Spinat

0,61 mg

Knoblauch

0,57 mg

 

Obst

Zink pro 100 g

Feige, getrocknet

0,9 mg

Passionsfrucht, roh

0,65 mg

Aprikosen, getrocknet

0,4 mg

Himbeeren, roh

0,36 mg

 

 

Lebensmittel mit hohem Selengehalt

Obst

Selen pro 100 g

Weintrauben

2 µg

Mandarinen

2 µg

Äpfel

1 µg

Bananen

1 µg

 

Fisch

Selen pro 100 g

Bückling

140 µg

Thunfisch

82 µg

Garnelen

63 µg

Sardine

60 µg

Hering

55 µg

 

Gemüse und Salat

Selen pro 100 g

Rosenkohl

18 µg

Paprika

4 µg

Weißkohl

3 µg

Rettich

2 µg

Kartoffeln

2 µg

 

Hülsenfrüchte

Selen pro 100 g

Sojabohnen

19 µg

Bohnen

14 µg

Linsen

10 µg

Kichererbsen

9 µg

 

Milchprodukte

Selen pro 100 g

Emmentaler

11 µg

Chesterkäse

11 µg

Camembert

3 µg

Joghurt

2 µg

 

Nüsse

Selen pro 100 g

Paranüsse

100 µg

Walnüsse

6 µg

Haselnüsse

5 µg

Erdnüsse

2 µg

 

 

Fazit

Wenn du unter Haarausfall leidest, solltest du vielleicht einmal prüfen, ob es an einem Nährstoffmangel liegen kann. Dies kann vor allem auftreten, wenn du dich ungesund ernährst. Nahrungsergänzungsmittel können eine Hilfe sein, um den Mangel auszugleichen, wenn du nicht genügend Vitamine und Nährstoffe über die Nahrung zu dir nimmst. Vor allem wenn in deiner Familie niemand unter Haarausfall leidet, kann der Verdacht eines Vitaminmangels nahe liegen. Am besten kannst du den Haarausfall bekämpfen, wenn du mit einem Ernährungsplan arbeitest. Dabei solltest du darauf achten, dass du die oben genannten Nährstoffe in ausreichender Menge zu dir nimmst. Tracke daher am besten deine tägliche Nährstoffaufnahme. Hierfür gibt es diverse Apps, welche dir dabei helfen können.